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Mehr Leistung, weniger Personal

Neue Stapelanlage für Verpackungsholz macht sich bezahlt
Anfang des vergangenen Jahres beseitigte der Maschinenbauer Kallfass den Flaschenhals bei der Stapelanlage im Sägewerk Koddenbrock. Die Herausforderung: viel Bretter, wenig Platz.

Die Mehrfachablängsäge installierte Kallfass bereits beim Neubau des Sägewerkes 2013

 Dass sich das Sägewerk Koddenbrock im niedersächsischen Goldenstedt auf den Einschnitt von Palettenware und Verpackungsholz spezialisiert hat, ist per se nichts Besonderes. Spezieller ist da schon die Einschnittvariante, die Geschäftsführer Andreas Koddenbrock gewählt hat: eine geneigte Bandsäge im Vorschnitt, gefolgt von einem Besäumer und einer Vielblattkreissäge. Bereits beim Neubau nach einem Brand 2013 entschied sich Koddenbrock für eine Mehrfachablängsäge von Kallfass, Baiersbronn-Klosterreichenbach/DE. Diese kürzt die Model auf das benötigte Fertigmaß von 80 cm bis 5 m. "Den Großteil unserer Ware betrifft aber Kurzlängen", führt der Geschäftsführer aus. Eine Vielblattkreissäge trennt diese Hölzer dann zu den geforderten Palettenbrettern ab, die im Anschluss "nur" mehr gestapelt werden müssen. 

Läuft perfekt: Andreas Koddenbrock (li.) und Hans Haist von Kallfass beobachten das Abblättern der Palettenbretter

"Kallfass hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geboten"

"Außerdem haben wir schon mit der Kallfass-Kappanlage gute Erfahrungen gemacht"

"Die Anlage funktioniert tadellos"

Andreas Koddenbrock

Die Stapelanlage erneuerte Kallfass Anfang 2016 - diese erhöhte die Leistung deutlich

Passendes Konzept, gute Erfahrung <br/>Aber genau diese Stapelung wurde bei Koddenbrock zum Flaschenhals, da sich der Einschnitt im Sägewerk in den vergangenen Jahren mehr zu Brettware verlagert hat. Zeitweise waren trotz einer Stapelmaschine bis zu vier Mitarbeiter beschäftigt, die Bretter zu sortieren und schon händisch vorzustapeln, beschreibt Koddenbrock den Aufwand. Darum hat er sich auf die Suche nach einer neuen Anlage gemacht. Kallfass hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis geboten, bestätigt der Geschäftsführer. Der Baden-Württemberger Maschinenbauer konnte als einziger ein sauberes Konzept auf dem zur Verfügung stehenden Platz bieten. Außerdem haben wir schon mit der Kallfass-Kappanlage gute Erfahrungen gemacht, bestätigt er. Und auch der Service und die Zusammenarbeit klappen tadellos. Im Januar 2016 fanden die Umbauarbeiten statt. Bereits einen Monat später konnte Koddenbrock wieder voll schneiden. Kallfass erneuerte den Rollgang hinter der NKU-Vielblattkreissäge. Das Bretterpaket wird von den Rollengang geschoben und über eine kleine Rutsche abgeblättert, also vereinzelt. Das ist der Schlüsselpunkt der Anlage. Das Zusammenspiel muss genau passen, dass sich ein sauberer Bretterteppich bildet, führt Hans Haist aus. Er ist bei Kallfass für den Vertrieb zuständig. Wir haben diese Abblättertechnik bereits einige Male installiert - aber bisher noch nie mit dieser hohen Leistung, meint er. Kallfass konnte die Anlage aber zur Zufriedenheit Koddenbrock realisieren. Egal, wie viele Bretter die Vielblattsäge schneidet: Es kommt immer ein sauberer Teppich zum Bediener. Apropos Mitarbeiter: Jetzt ist nur mehr einer nötig, maximal hilft ein Kollege aus, die Stapellatten nachzufüllen - und das bei deutlich höherer Leistung, bestätigt der Geschäftsführer.

Die Palettenbretter kommen aus der Vielblattkreissäge und müssen anschließend sorgfältig vereinzelt werden

Automatische Zuführung<br/>Die Kallfass-Mechanisierung bringt den Bretterteppich zur Stapelmaschine. Hier stehen vier Magazine mit automatischen Lattenlegernzur Verfügung. Eines der Magazine ist für eine rasche Verstellung mit einem Motor ausgestattet. Die Leistung beziffert Haist mit zehn bis zwölf Lagen pro Minute. <br/>Der Hubtisch, auf dem die Anlage die Pakete bildet, ist mit einer automatischen Zuführung der Leerpaletten ausgestattet. Die Anlage funktioniert tadellos, unterstreicht Koddenbrock. <br/>Insgesamt hat er mit der Investition einen besseren Materialfluss und einen geordneten Ablauf im Sägewerk geschaffen - bei gleichzeitig weniger Personaleinsatz. In einer Region mit Vollbeschäftigung ist Personaleinsparung- neben dem Kostenfaktor - eine große Notwendigkeit.

Nach der Lagenbildung transportiert eine Vielzahl an Kettensträngen die Bretter zur Stapelmaschine

Vier Lattenmagazine - eines davon ist mittels Motor beliebig verstellbar - sorgen für die automatisierte Lattenlegung

Holzkurier 39/2017

Bilder und Text Martina Nöstler