Wir sind präsent auf der
Eurobois 2026: 3 - 6 Februar
Stand: 6G124
Ein Gemeinschaftsstand mit unserem Partner V.B.I. SARL Bleesz International
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Als zweitgrößte Universität im Bundesstaat Alabama hat es sich die Auburn University zur Aufgabe gemacht, Brettsperrholz in einer Studie auf seine strukturellen Eigenschaften unter verschiedenen Bedingungen zu testen, auch unter dem Aspekt des Brandschutzes. Das Ziel ist es, die Eignung von BSP als Baustoff zu verifizieren und damit das Vertrauen innerhalb der Industrie und bei Bauunternehmen zu stärken. Professor David W. Hinson, Stellvertretender Dekan für Forschung und Graduiertenstudien am College of Architecture, Design and Construction, leitet diese Studie und ist über die Kallfass-Homepage auf deren BSP-Presse aufmerksam geworden.
Die Auburn University war auf der Suche nach einer schlüsselfertigen Presse mit flexibler Steuerung, die unterschiedliche Dimensionen, unabhängig von Form und Stärke, variabel verpressen kann und fand in der modular aufgebauten BSP-Presse von Kallfass die geeignete Lösung. Da eine vollautomatische Beschickung der Presse im Labor nicht gegeben war, entwickelte Kallfass einen speziellen Tischeinschub. Die zu verpressenden Brettsperrholz-Lagen werden manuell mit einzelnen, gehobelten und beleimten Brettern auf dem Tischeinschub an der Nulllinie platziert und per Knopfdruck in die Presse gefahren.
Während des Pressvorgangs bleibt der Tischeinschub eingefahren. Wenn die Laborfläche anderweitig genutzt werden soll und keine Platten produziert werden, lassen sich Tisch und Anschlaglineal kompakt in der Presse verstauen.
Auf der CLT-Presse können beliebige Platten mit Längen von 750 bis 3600 mm und Breiten von 800 bis 3200 mm produziert werden. Mit der intelligenten Druckverteilung und individuellen Zylinderabschaltung lassen sich auch asymmetrische oder besonders kleine Platten für Laborversuche herstellen. Diese große Produktvarianz ist für die angestrebten Testreihen von größter Wichtigkeit. Der stufenlos einstellbare Pressdruck mit bis zu 1 N/mm2 wird über die integrierte Anlagensteuerung automatisch geregelt und angepasst. Bei der Ermittlung des erforderlichen Pressdrucks wird das elastische Verhalten von Holz mitberücksichtigt. Um als Endergebnis eine geschlossene Oberfläche in Sichtqualität zu erhalten, verfügt die Kallfass-BSP-Presse zusätzlich über einen einseitigen Seitendruck.
Die Auburn University startete Ende des vergangenen Jahres mit zwei Pressmodulen. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Erweiterung benötigt werden, ist das dank des modularen Aufbaus derKallfass-Presse problemlos möglich.
Nach zweiwöchiger Installationszeit konnte Kallfass die BSP-Presse bereits Anfang November 2024 in Betrieb nehmen. Kallfass-Projektleiter Steffen Haist, der die Schulung des Bedienpersonals der Auburn University vor Ort durchführte, zeigte sich mit dem reibungslosen Projektablauf äußerst zufrieden. Dank der einfachen und intuitiven Steuerung der Presse konnte das Personal die geschulten Inhalte rasch umsetzen“, lautet sein Resümée.
Ausgestellt wird eine Mehrfachablängsäge für unbesäumte Ware mit vier Sägeaggregaten, drei davon sind frei positionierbar.
Ob Bretter, Platten, Kanthölzer oder Rundstäbe, die Kallfass-Mehrfachablängsäge kappt rohe oder gehobelte Werkstücke, einzeln oder in Lagen, millimetergenau auf gewünschte Längen, bei Bedarf sogar mit Gehrungsschnitt. Die Säge arbeitet mit einer hohen Schnittgenauigkeit von nur +/- 1 mm Toleranz. Die frei positionierbaren Sägeaggregate werden in kürzester Zeit automatisch auf das neue Schnittbild ausgerichtet. Die Mehrfachablängsäge ist ein Kallfass-Klassiker.
In einer Live-Demonstration zeigt Kallfass auf dem Messestand wie ein Roboter das Handling von Holzleisten vollautomatisch übernehmen kann.
Beim Stapeln von Paketen mit automatischer Leistenlegung müssen mehrere Leistenmagazine mit Stapelleisten konstant bestückt werden. Bei Einsatz von Doppelmagazinen sogar mit zwei verschiedenen Leistendimensionen. Dieses sehr zeitaufwendige Befüllen der Magazine kann ein Roboter übernehmen, in konstanter Leistung und hoher Taktzahl. Bei Bedarf taktet ein zweiter Roboter zuvor sogar die Leisten in den Pufferförderer ein. Eine performante Lösung für eine moderne, vollautomatische Schnittholzfertigung.
1975 fand in Hannover die erste LIGNA Messe statt und Kallfass war von Anfang an als Aussteller dabei. Das 50-jährige Messe-Jubiläum nahm die Hannover Messe zum Anlass eine Interviewreihe „LIGNA Story“ zu starten. Befragt wurden Firmen, die dieses Jahr ebenfalls ein LIGNA-Jubiläum begehen. In der Kallfass Story steht Firmeninhaber Ernst Kallfass Rede und Antwort.
Auf der LIGNA stellt Kallfass auch seine neue Gebietsvertretung in den Niederlanden vor. Mit Herwin Horstman von der Firma ESTUFA B.V. konnte Kallfass einen kompetenten Vertriebspartner gewinnen, der den holzverarbeitenden Markt in Holland sehr gut kennt und die Firmen vor Ort in der Muttersprache betreuen kann.
Am 7. Juni gab es beim Mechanisierungsspezialist Kallfass, Baiersbronn-Klosterreichenbach/DE, Grund zum Feiern: Das Unternehmen besteht seit 75 Jahren. Dieses Jubiläum nahm man zum Anlass, sowohl Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden als auch die Einwohner von Baiersbronn zu einer Party in der neuen Werkshalle einzuladen. Am Vormittag führte ein Betriebsausflug zu best wood Schneider nach Meßkirch/DE, wo sich Kallfass mittlerweile zu Recht als Haus-und-Hof-Lieferant bezeichnen darf.
Kallfass feiert in diesem Jahr eine 75-jährige Erfolgsgeschichte im Maschinen- und Anlagenbau. Das Unternehmen wird heute in dritter Generation von Ernst und Volker Kallfass sowie Hans Haist geführt. Seit der Gründung hat man weit über 1000 komplexe Projekte für die holzverarbeitende Industrie realisiert. Vor allem als Mechanisierungsspezialist und Lösungspartner hat sich das Schwarzwälder Traditionsunternehmen weltweit einen Namen gemacht.
Für die 75-Jahre-Feier, bei der man rund 450 Gäste begrüßen konnte, hat Kallfass die Produktionshalle in eine Partymeile verwandelt. Eine Musikband, diverse Foodtrucks sowie eine Cocktailbar boten die Rahmenbedingungen für eine ausgelassene Abendveranstaltung. Am 8. Juni veranstaltete man einen Tag der offenen Tür, bei dem sich Interessierte bei Führungen durch das Werk ein Bild vom Produktionsumfang des Maschinenbauers machen konnten.
1949 von Ernst sen. und Frida Kallfass als Handwerksbetrieb in Klosterreichenbach gegründet, führte man zunächst Reparaturarbeiten für die heimische Holzindustrie durch. Bald entwickelte der findige Unternehmer eigene Maschinen, wie die Nut- und Zinkenfräs- oder die Brennmaschine. Eine wegweisende Richtung nahm das Maschinenprogramm 1965 mit der Entwicklung der Mehrfachablängsäge: Diese Zuschnittanlage wurde aufgrund der Marktreife der Europaletten zur Massenerzeugung von Fixlängen entwickelt. In dessen Folge kamen von Kallfass die ersten Stapelautomaten für Schnittholz auf den Markt. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung, auch für unbesäumte Ware, ist diese Mehrfachablängsäge weiterhin die marktführende Maschine.
Mit 24 Jahren trat 1975 Ernst Kallfass ins elterliche Unternehmen ein. Neun Jahre später wurde ihm der Staffelstab als Geschäftsführer übergeben. Mit stetem Rückhalt seiner Frau Ursula konnte er danach eine bemerkenswerte Entwicklung des Unternehmens einleiten. Mit dem Einstieg in den Bau von Hobel- und Sortierwerken erschloss er neue Kundenkreise und wechselte von der reinen Weiterverarbeitung in den Sägewerksbereich, wo die ersten Abläng- und Stapelanlagen zum Einsatz kamen. Um der gestiegenen Produktionskapazität gerecht zu werden, gründete er 1992 ein Zweigwerk in Wernigerode/DE. Zudem wurde der Hauptsitz in Klosterreichenbach beständig ausgebaut. Nach dem Erwerb der ehemaligen Maschinenfabrik Braun 2019, welche nun als Zwischenlager und für Testinstallationen genutzt wird, hat Kallfass 2023 die Produktion um 750 m² erweitert. Darin befinden sich jetzt die Endmontage sowie eine neue Lackieranlage. Letztere wurde als zwei hintereinanderstehende Kabinen mit jeweils 10 m Länge konzipiert. Die Kabinen lassen sich im Bedarfsfall öffnen, um besonders lange Maschinenteile lackieren zu können.
Aktuell beschäftigt Kallfass rund 140 Mitarbeiter Die Anlagentechnik wird komplett im eigenen Hause entwickelt, projektiert, konstruiert, gefertigt, lackiert und vormontiert. In der Elektroabteilung werden die Schaltschränke im hauseigenen Schaltschrankbau gefertigt und die umfassenden Programme geschrieben. Über die Jahre erweiterte Kallfass seine Produktpalette sukzessive und bietet heute Anlagen und komplette Mechanisierungen samt Sicherheits- und Steuerungskonzepten für die Herstellung von Bauholz, Holzpackmitteln, Bau- und Gartenholz sowie Leimholzprodukten an.
Vor sechs Jahren richtete Ernst Kallfass sein Unternehmen für die Zukunft aus. Er ernannte seinen Sohn Volker Kallfass und seinen langjährigen Weggefährten Hans Haist zu weiteren Geschäftsführern. Ernst Kallfass zog sich nach und nach aus dem operativen Geschäft zurück, um sich auf die strategische Ausrichtung zu konzentrieren.
In der Branche kennt man Kallfass als einen Maschinenausstatter, welcher die Anforderungen der Kunden mit den gegebenen Platzverhältnissen in Einklang bringt und situativ die beste technische Lösung erarbeitet. Neben einer maximalen Produktionsleistung steht auch ein möglichst hoher Automatisierungsgrad für den Kunden im Vordergrund. Manch eine Verfahrenslösung zur Automatisierung war so einzigartig, dass sie patentiert wurde. So erhielt Kallfass etwa in den 1980er-Jahren das Patent für die erste lagenweise Schnittholzverarbeitung oder 2019 das Patent für sein Roboterhandling.
Aber nicht nur Mechanisierungen zählen zum Portfolio von Kallfass: 2019 brachte der Anlagenbauer auch eine Brettsperrholz-Presse auf den Markt.
Ein Kunde, der auf die vielfältigen Lösungen von Kallfass bereits mehrfach zurückgegriffen hat, ist best wood Schneider. Am Standort in Meßkirch lieferte Kallfass die komplette Mechanisierung – von der Frisch- und Trockensortierung sowie der Anbindung an den Kanaltrockner bis hin zur Zuführung der Ware über die Vorhobelung bis in das Brettsperrholz-Werk – sowie auch die BSP-Presse selbst inklusive zahlreicher Detaillösungen. Um allen Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, „ihre“ Arbeit auch live zu sehen, organisierte Kallfass vor dem Fest am 7. Juni einen Betriebsausflug zu best wood Schneider, an dem auch die Wernigeröder Kollegen und deren Partner teilnahmen. Neben Meßkirch-Standortleiter Andreas Schilling und Juniorchef Max Schneider ließ es sich auch Geschäftsführer Ferdinand Schneider nicht nehmen, mit einer Gruppe eine Führung durch das Werk zu machen und auf die Besonderheiten der Produktion hinzuweisen.
Über das Sägewerk und die Kallfass-Sortieranlage sowie die CLT-Produktion in Meßkirch hat der Holzkurier bereits berichtet (s. Holzkurier Heft 14/2024, S. 22 bis 23, sowie 10/2023, S. 12 bis 13). Ein eher kleinerer, aber dennoch sehr wichtiger Part von Kallfass betrifft die Vorhobelung: Sämtliche Bretter gelangen nach der Trocknung via Förderbänder online zu einem Schüsselungsscanner, woraufhin die Hölzer bei Bedarf auf die richtige Seite gedreht werden. Danach beschleunigt der ebenfalls von Kallfass stammende Hobeleinzug die Hölzer auf bis zu 250 m/min, bevor diese mit einer Hobelmaschine egalisiert werden. Anschließend paketiert Kallfass die Ware im Kreuzversatz, umreift die Stapel und bringt sie über Rollengänge zu einem Hochregallager mit 1450 Plätzen.
Als aktuelle Hobelwerksprojekte nennt Haist die Lieferungen an Rettenmeier Baltic Timber in Lettland mit einem maximalen Hobelvorschub von 400 m/min sowie das komplexe Hobelwerk von Dold in Buchenbach/ DE, das auf zwei Stockwerken installiert wird.
best wood Schneider, Rettenmeier Baltic Timber und Dold sind nur ein kleiner Auszug an aktuellen Projekten. Kallfass berichtet von einer derzeit guten Auftragslage und einer ungebrochen hohen Nachfrage.
Kallfass feiert 2024 eine 75-jährige Erfolgsgeschichte im Maschinen- und Anlagenbau. Das familiengeführte Unternehmen, heute in dritter Generation, realisierte in dieser Zeit weit über 1.000 komplexe Projekte für die holzverarbeitende Industrie. Vor allem als Mechanisierungsspezialist und Lösungspartner hat sich das Schwarzwälder Traditionsunternehmen weltweit einen Namen gemacht.
1949 durch Ernst und Frida Kallfass als Handwerksbetrieb in Klosterreichenbach gegründet, wurden zunächst Reparaturarbeiten für die heimische Holzindustrie durchgeführt. Doch schon bald entwickelte der findige Firmengründer eigene Maschinen, wie z.B. die Nut- und Zinkenfräsmaschine oder die Brennmaschine. Eine wegweisende Richtung nahm das Maschinenprogramm 1965 mit der Entwicklung der Mehrfachablängsäge zum rationellen Ablängen von Fixlängen. Nach kontinuierlicher Weiterentwicklung, zählt sie heute, dank ihrer Präzision und Flexibilität, im Holzzuschnitt zu den marktführenden Mehrfachablängsägen der Branche und wird sowohl in Zuschnittanlagen als auch in Sortier- oder Hobelwerken integriert. Kallfass zählte auch zu den Pionieren bei der Stapelung von Schnittholz. Die Stapelanlage von Ernst Kallfass war die erste überhaupt auf dem Markt.
Spezialisiert auf komplexe Mechanisierungen
In der Branche kennt man Kallfass als einen Maschinenausstatter, der die Anforderungen der Kunden pragmatisch mit den gegebenen Platzverhältnissen in Einklang bringt und situativ die beste technische Lösung erarbeitet. Immer vor dem Hintergrund neben der maximalen Produktionsleistung auch einen möglichst hohen Automatisierungsgrad zu erzielen.
Manch eine Verfahrenslösung zur Automatisierung war so einzigartig, dass sie patentiert wurde. Neben dem Patent für die erste lagenweise Schnittholzverarbeitung bereits Mitte der 80er Jahre, erhielt Kallfass 2019 auch für sein Roboterhandling einen Patentschutz. Beim Stapeln von Holzpaketen mit automatischer Leistenlegung müssen die dafür eingesetzten Magazine nicht mehr von Hand, sondern können durch einen Roboter mit Holzleisten konstant befüllt werden.
Das Transportsystem für Großpakete ist ein weiteres Beispiel für eine innovative Logistiklösung. Bis zu 30 Tonnen schwere und 6 m hohe Holzpakete werden, ganz ohne Gabelstapler, auf Schienen mit Hilfe von Transportwägen in die Kanaltrockenkammern hinein- und zur Weiterverarbeitung wieder herausgefahren. Ein äußerst kostensparendes Kreislaufsystem.
Aber nicht nur spezielle Teillösungen in der Automatisierung zeichnen den Maschinenbauer aus, sondern auch sein Wissen um die Konzipierung kompletter Fertigungslinien zum Sägen, Hobeln und Sortieren, in die er Gewerke anderer Anbieter schnittstellenoptimiert integriert, wie zum Beispiel Qualitätsscanner und Etikettierer. Auf Kundenwunsch können die Produktdaten sogar direkt aus dem ERP-System des Kunden verarbeitet werden. Das versteht Kallfass unter „Lösungen aus einer Hand“.
Auch für die Leimholzproduktion entwickelte Kallfass eigene Anlagen inklusive einer CLT-Presse, die ebenfalls 2019 auf den Markt kam. Der Begriff CLT steht für Cross-Laminated Timber, auf Deutsch Brettsperrholz, eines der wichtigsten Bauelemente im modernen Holzbau. Die Kallfass-Presse verpresst im Durchlauf einzelne, kreuzweise verleimte Platten zu Mehrschichtplatten mit Längen von bis zu 16 m. Mit seiner eigenen CLT-Presse gelang es Kallfass auch in diesem Bereich sein Produktportfolio abzurunden. Von der Paketaufnahme der Schnittholzware bis zur Abnahme der fertig verpressten Brettsperrholzelemente kann Kallfass die komplette Mechanisierung anbieten.
Vor sechs Jahren richtete Ernst Kallfass sein Unternehmen für die Zukunft aus. Er ernannte seinen Sohn Volker Kallfass und seinen langjährigen Weggefährten Hans Haist zu weiteren Geschäftsführern und zog sich nach und nach aus dem operativen Geschäft zurück, um sich auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu konzentrieren. Dazu gehören auch bauliche Erweiterungsmaßnahmen, wie die erst Ende 2023 abgeschlossene Erweiterung der Produktionshalle in Klosterreichenbach und die Büroerweiterung im Werk Wernigerode.
Über die Jahre wurden die Werke in Klosterreichenbach und Wernigerode schon mehrfach an die geänderten Bedürfnisse angepasst. 2022 fiel die Entscheidung die Produktionsfläche am Standort Klosterreichenbach erneut um 750 m² Grundfläche zu erweitern, um einzelne Fertigungsschritte in direkter, zeitlicher Abfolge besser verzahnen zu können. Kürzere Wege sind das Resultat und damit einhergehend ein effizienterer Fertigungsablauf. Für mehr Effizienz und auch Flexibilität sorgt auch eine moderne Lackierkabine. Sie wurde als zwei hintereinanderstehende Kabinen mit jeweils 10 m Länge konzipiert. Die Kabinen lassen sich im Bedarfsfall öffnen, um besonders lange Maschinenteile lackieren zu können.
In Wernigerode wiederum lag der Fokus auf mehr Verwaltungsfläche, um der steigenden Mitarbeiterzahl in der Elektrokonstruktion und Software-Entwicklung gerecht werden zu können. Dank des 160 m² großen Anbaus, stehen seit Ende 2023 moderne Büroräume auf insgesamt 480 m² zur Verfügung.
Mit diesen Anbaumaßnahmen sieht man sich bei Kallfass für die Zukunft gut aufgestellt.
Anfang Juni wird Kallfass seine erfolgreich abgeschlossenen Umbaumaßnahmen und vor allem seine 75-jährige Erfolgsgeschichte mit dem ganzen Mitarbeiterteam und geladenen Gästen im Kallfass-Werk in Klosterreichenbach feiern. Die Produktionshalle wird dazu kurzerhand in eine Partymeile verwandelt werden. Eine Musikband, diverse Foodtrucks sowie eine Cocktailbar bieten die Rahmenbedingungen für eine ausgelassene Abendveranstaltung.
Am Tag darauf, Samstag, den 08. Juni, geht es weiter mit einem Tag-der-offenen-Tür in der Röter Straße 44. Alle Interessierten können sich bei dieser Gelegenheit ein Bild vom Produktionsumfang des weltweit agierenden Maschinenbauers machen und sich die neue Produktionshalle von innen ansehen. Wer mag, kann sich geführten Besichtigungstouren anschließen und wer noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, wird am AZUBI Infotreff über mögliche Ausbildungsberufe bei Kallfass informiert werden. Eine Anmeldung zum Tag-der-offenen-Tür ist nicht notwendig. Der Einlass beginnt ab 11 Uhr und für Bewirtung ist natürlich gesorgt. Für die kleinen Gäste steht ein Kinderkarussell bereit.
Über die Jahre hat Kallfass die Wandlung vom kleinen Handwerksbetrieb zu einem modernen Mittelständler vollzogen. Mit viel Fleiß, Entwicklungskreativität und Marktkenntnis spielt das Unternehmen heute auf der internationalen Bühne und bietet, aufgrund seiner breit gefächerten Aktivitäten, unterschiedlichsten Berufszweigen Arbeit und eine Perspektive. Die Auftragslage ist ungebrochen gut und die Produktion voll ausgelastet. Daher werden sowohl in Wernigerode als auch in Klosterreichenbach Software-Entwickler, Programmierer, Konstrukteure und Monteure gesucht, die die Zukunft von Kallfass mitgestalten.
Die EUROBOIS in Lyon fand dieses Jahr bereits im Februar statt. An vier Tagen, vom 06. bis 09.02.24, öffnete sie ihre Tore für die Fachwelt der Holzindustrie. Vom Rundholzeinschnitt bis zur Schnittholz-Weiterverarbeitung über den Holzinnenausbau, konnten sich die Besucher auf den Messeständen zahlreicher Aussteller informieren; darunter auch einige internationale Firmen, die einen Anteil von 31% hielten. Die Statistik zeigt erfreulicherweise eine Steigerung der Besucheraktivtäten in allen Bereichen. Die Eurexpo nennt Zahlen von +77,83 % im Holzinnenausbau, +114,18 % im Rahmenbau und +41,37 % im Bereich Sägen und Sortieren.
Frankreich wichtiger Exportmarkt
Das gesteigerte Interesse an Säge- und Sortieranlagen hat auch Kallfass erfahren. Für den Mechanisierungsspezialisten und Hersteller von Mehrfachablängsägen, Sortier- und Stapelanlagen, ist der französische Markt mit seinen vielen familiengeführten Sägewerken ein wichtiger Exportmarkt. Allein in den letzten drei Jahren wurden neun umfangreiche Projekte in Frankreich realisiert, darunter einige Sortierwerke aber auch komplexe Zuschnitt-, Stapel- und Paketieranlagen. Drei weitere Projekte sind in der Pipeline. Die französischen Sägewerker schätzen die hohe Genauigkeit der Kallfass-Anlagen und dessen Fähigkeit eine optimale Mechanisierungslösung für die jeweilige Fertigungssituation zu konzipieren.
Mit V.B.I Bleesz, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Firmenjubiläum feiert, hat Kallfass einen kompetenten Partner an seiner Seite, der den französischen Markt und seine Anforderungen kennt. Unter den zahlreichen Besuchern auf dem EUROBOIS Messestand waren viele Bestandskunden aber auch einige neue Geschäftskontakte. Hans Haist, Kallfass Geschäftsführer und zuständig für den Vertrieb in Frankreich, wird in den nächsten Wochen viele Reisen unternehmen, um aus Gesprächen reale Projekte werden zu lassen.
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Um Logistikkosten zu reduzieren, werden Kanaltrockner zur optimalen Auslastung am besten mit Großpaketen bestückt. Aber die Mechanisierung dieser bis zu 30 Tonnen schweren und 6 m hohen Trocknungspakete bei oft beengten Platzverhältnissen ist eine Herausforderung und der Einsatz von Gabelstaplern verursacht einen erhöhten Reparatur- und Personalaufwand.
Das Schnittholz wird auf Transportwägen zu Großpaketen gestapelt, das Stapelpaket aus dem Hubwerk in Richtung eines Shuttlewagens gezogen und darauf geschoben. Der Shuttle fährt mit dem Trocknungspaket einen Gleiskanal entlang und schiebt das Paket hydraulisch auf die Schienen der Trockenkammer. Eine Pufferzone für leere Transportwägen sichert den Kreislaufbetrieb.
04
Lösung
Am 10. Mai jährte sich die bauliche Erweiterung der bestehenden Produktionshalle in Klosterreichenbach. Der L-förmige Anbau mit 600 m² ist im Rohbau fertiggestellt und die Zufahrt zur neuen Verladehalle bereits geteert.
Als nächstes steht der Einbau einer modernen Lackierkabine mit integrierter Filterabsaugung und Temperaturregelung an. Die Lackierkabine ist in zwei hintereinanderstehende Kabinen mit jeweils 10 m Länge aufgeteilt. Wechselweise wird in der einen lackiert, in der anderen getrocknet. Im Bedarfsfall lassen sich die beiden Kabinen zu einer großen Lackierkabine mit 20 m Länge öffnen, um besonders lange Maschinenteile lackieren zu können. Diese flexible Vorgehensweise vereinfacht den Produktionsablauf enorm, denn alle anfallenden Lackierarbeiten werden im eigenen Hause nach Kundenwunsch durchgeführt.
Der Einbau einer Heizung wird ein weiterer Meilenstein sein. Hier wird über nachhaltiges Heizen mit einer wassergespeisten Wärmepumpe nachgedacht und die behördlichen Vorgaben geprüft. Zusammen mit der bereits 2014 installierten Dachphotovoltaikanlage setzt die Geschäftsleitung damit einmal mehr auf regenerative Energien. Der weitere Innenausbau der Halle mit Strom- und Druckluftversorgung sowie der Einbau von Filter- und Abluftleitungen sind weitere Punkte auf der To-Do-Liste.
Läuft alles nach Plan, könnte der Anbau bereits im Herbst dieses Jahres bezogen werden. Die Fertigungsabläufe werden in Folge sukzessive angepasst und umgestellt werden.
Auch in Wernigerode liegt der finale Umzug in die neu gestalteten Büroräume des 160 m² großen Anbaus in nicht weiter Ferne. Der Innenausbau ist weit fortgeschritten. Es wurde eine Fußbodenheizung installiert, Decken eingezogen, Stromleitungen verlegt, Wände zum Altbau hin entfernt und neue Trennwände eingezogen und verputzt. Jetzt gilt es den Altbau mit Rezeption noch so umzugestalten, dass alt und neu eine Einheit bilden. Alle Mitarbeiter aus Konstruktion und Verwaltung mussten übergangsweise in die neuen Räumlichkeiten umziehen, um für die Renovierungsarbeiten Platz zu schaffen.
Sobald die neuen Büromöbel geliefert werden, kann der finale Umzug stattfinden, der auch in Wernigerode für Herbst 2023 geplant ist. Nur eineinhalb Jahre nach Baubeginn, stehen den Kallfass-Mitarbeitern dann moderne, ergonomische Arbeitsplätze und großzügige Besprechungsräume zur Verfügung.
Besonders erfreut zeigte sich das Kallfass-Messeteam über viele konkrete Anfragen von neuen und bestehenden Kunden. „Wir konnten speziell ein hohes Interesse an Brettsperrholz-Projekten ausmachen. Aber auch unsere Sägewerks- und Hobelmechanisierung waren gefragt“, resümierte Haist. Im Gegensatz zu den Jahren davor, waren vor allem die ersten Tage sehr stark frequentiert. Gegen Ende der Woche verlief es ruhiger als sonst, wie auch andere Aussteller auf der Ligna berichteten.
Auf der Ligna zeigte Kallfass drei Exponate: die eigene Brettsperrholz-Presse, einen Roboter für das Befüllen von Leistenmagazinen sowie den bewährten Tongloader® (s. Holzkurier Heft 18, S. 30). Die CLT-Presse punktet vor allem mit einer hohen, vertikalen Presskraft mit 1 N/mm2 sowie einer gleichmäßigen Druckverteilung über die gesamte Platte. Um dies zu erreichen, setzt Kallfass vier Zylinder je Pressreihe ein. Der Tongloader® dient zum Eintakten unterschiedlich dicker Bretter bei gleichzeitiger hoher Produktionsgeschwindigkeit in Sortier- und Hobelwerken. Die Leistung liegt hierbei bei bis zu 240 Takten pro Minute. Der Tongloader® kann bei nasser und trockener Ware eingesetzt werden. Großen Anklang fand auch das patentierte Roboterhandling für das Stapeln mit Leistenlegung. „Die Befüllung der Leistenmagazine mittels eines Roboters erhöht die Leistung und die Taktzahl“, erklärte Haist.
Die Auftragsbücher bei Kallfass sind gut gefüllt: Im Juni startet die Montage einer Boxensortierung im Sägewerk Wolf in Deutschland. Eine solche liefert der Mechanisierungsspezialist zudem an Eurolegnami in Italien, genauso wie an das Sägewerk Blanc in Frankreich. Ebenfalls im Juni installiert Kallfass bei Rettenmeier Baltic Timber in Lettland die komplette Mechanisierung für ein Hobelwerk inklusive einer Bündelanlage. Die Vorschubgeschwindigkeiten erreichen dort bis zu 350 m/min.
Text und Bilder: Martina Nöstler, Holzkurier
Holzkurier Nr. 22/2023
In der Vergangenheit realisierte der Automationsprofi Kallfass aus Klosterreichenbach/DE bereits umfangreiche Mechanisierungen für die CLT-Produktion, wie im KLH-Werk im österreichischen Wiesenau oder auch für verschiedene Stora Enso Werke in Ybbs und Bad St. Leonhard in Österreich und Gruvön in Schweden. Die daraus gewonnenen Erfahrungen ließ Kallfass letztes Jahr in die Anlagenkonfiguration bei Stora Enso in Ždirec/Tschechien einfließen. Zum ersten Mal wurde ein Gesamtkonzept aus Mechanisierung und eigener CLT-Presse angeboten und ein weiteres Projekt mit CLT-Presse ist bereits in der Umsetzungsphase bei best wood Schneider in Meßkirch.
Schnittstellen zu minimieren ist in jedem CLT-Werk eines der zentralen Ziele. Der Schritt zur eigenen CLT-Presse bietet Kallfass nun die Möglichkeit bei Brettsperrholzproduktionen als Hauptlieferant aufzutreten und die Fertigung mit einem abgestimmten Steuerungskonzept optimal zu vernetzen. Die Prozessdaten und -parameter der CLT-Presse können auf dem Leitrechner protokolliert und archiviert werden. Zur Pressung wird der maximal 600 mm hohe Presskuchen aus kreuzweise verleimten Einschichtplattenlagen über ein Förderband in die aus mehreren Presssegmenten bestehende Kallfass CLT-Presse gefahren. Die Fördereinrichtung ist reversierbar, um Retourfahrten oder Notpressungen bei Störfällen möglich zu machen. Dadurch wird kein wertvolles Rohmaterial verschwendet und eine gewisse Flexibilität in der Produktion erreicht.
Das Verpressen von Ein- zu Mehrschichtplatten erfolgt mit niedrigen Toleranzwerten von nur maximal 0,1 mm. Diese Nullfuge wird über eine sehr hohe vertikale Presskraft mit 1N/mm² in Kombination mit einer gleichmäßigen Druckverteilung über die gesamte Plattenfläche erzielt. Damit der Druck auf jedem Quadratmillimeter ankommt, werden pro Pressreihe vier Zylinder eingesetzt. Der Druckaufbau wird automatisch geregelt und auf die jeweilige Plattengröße angepasst, dabei wird das elastische Verhalten von Holz mitberücksichtigt. Es werden außerdem nur die Aggregate und Pressstempel angesteuert, die für das Plattenmaß benötigt werden. Ein schnellerer Druckaufbau wird durch eine Vorpositionierung der Pressstempel erreicht. Sollen Holzlamellen verpresst werden, bietet Kallfass seine Presse noch zusätzlich mit einem Querdruck an.
Die CLT-Presse von Kallfass verpresst im Durchlauf Plattenlängen von 8.000 bis 16.000 mm und Breiten von 2.000 mm bis 3.600 mm. Auf Kundenwunsch können die einzelnen Platten nach dem Pressvorgang automatisch an der Trockenfuge abgeschoben und wieder vereinzelt werden, ehe sie an Schleifmaschinen oder Portalbearbeitungsanlagen zur weiteren Verarbeitung übergeben werden. Stehen Wartungsarbeiten an, lassen sich zum Schutz des Bedienpersonals die Presstempel in den oberen Endlagen mechanisch verriegeln. Ein durchgehender Laufsteg oberhalb der Presse gewährleistet einen guten Zugang zur Hydraulik und Elektrik.
Quelle: Wood Biz Africa
Ausgabe 25